Förderverein Dorf-Kirche-Melz e.V
  Hermann Willebrand
 

Hermann Willebrand ( 1816 – 1899 )

 
Diese historische Persönlichkeit blieb Melz lange verborgen. Über einen Bekannten aus dem Schweriner Raum wurde der Melzer Hans-Jürgen Gabbert auf den Namen Hermann Willebrand aufmerksam gemacht. Von ihm erhielt er Bild- und Textmaterial. Tatsächlich, der in Fachkreisen bekannte Architekt wurde in Melz, bei Röbel Mecklenburg, geboren. So ist es auch im Schweriner Schlossmuseum zu lesen.
Am 16.3.1816 kam er als Sohn des Pastors Albrecht Ludwig Willebrand zur Welt. Dieser fungierte damals als Prediger in der neu aufgebauten Kirche. Nach seiner Konfirmation besuchte Hermann das Carolinum in Neustrelitz, studierte an der Bauakademie Berlin und legte 1839 seine Staatsprüfung ab als mecklenburgischer Baukondukteur. 1851 wurde er Hofbaumeister des Großherzogs zu Mecklenburg – Schwerin, 6 Jahre später Hofbaurat. Mit dem Namen des Architekten sind Bauten verbunden, wie z. B. das Arsenal oder der Marstall in Schwerin, die Universität in Rostock und sogar am Schweriner Schloss, bundesweit als schönster Sitz des Landtages bekannt, hatte Willebrand maßgeblichen Anteil. Nach der Entlassung Georg Adolf Demmlers trat er dessen Nachfolge an. 1882 wurde er zum Oberhofbaurat ernannt und erhielt würdige Auszeichnungen. Hermann Willebrand verbrachte
den größten Teil seines Lebens mit seiner Familie in Schwerin, hier starb er am 10.6.1899.
Im Mai 2007 führte uns die erste Vereinsfahrt in die heutige Landeshauptstadt, wo wir uns einige historische Bauten von dem gebürtigen Melzer ansahen, auch sein ehemaliges Wohnhaus. Außerdem besichtigten wir das Schloss in Klein Trebbow und Landhäuser, nahe Schwerin. Gerade an diesen Bauwerken erkennt man Willebrands eigene „Handschrift“, denn als Bauschmuck verwendete er dekorative Terrakottaplatten, die die besondere Wirkung des Backsteins verstärkten.
Durch Herrn Gabbert wurde auch der Kontakt zu einigen Nachfahren Willebrands gepflegt. Sie stellten uns weiteres Material in Schrift und Bild zur Verfügung, so dass wir vom Förderverein eine eigene Ausstellung zeigen konnten zum Doppeljubiläum im Juli 2006, nämlich 190 Jahre Kirche und Hermann Willebrand. Fünf Familienmitglieder gehören sogar unserem Förderverein an, drei Urenkel waren zu der Enthüllung der Gedenktafel für den
 berühmten Architekten an seinem Geburtshaus extra nach Melz gereist.
Die Grabmale seiner Eltern existieren noch und sollen bald restauriert werden.
Im Rahmen der Beschäftigung mit Willebrand tauchten auch andere interessante Namen historischer Persönlichkeiten auf, wie Fritz Reuter oder Heinrich Schliemann. Zu Reuter gibt es verwandtschaftliche Beziehungen, zu Schliemann gemeinsame Bezugspunkte in seinem Leben. Wir haben also noch viel zu erforschen.     

 
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